Aus der Zeit gefallen,

Bild von einem Stapel Bücher

sind viele Dinge, die einem jeden Tag auf kultureller Ebene begegnen können -wenn man sie nur sehen möchte. Zumindest ein paar Minuten sollte man sich den Raum nehmen selbst aus der Zeit fallen zu dürfen.

Auf www.gedichtesammler.de werden eben diese Dinge vorgestellt und angesprochen -in Form von Beiträgen und Gedichten.

Die letzten Beiträge:

Das Klischee der englischen Kunst bedient

Durch den bereits Anfang des 19. Jahrhunderts in Leipzig geborenen Historiker Nikolaus Pevsner konnten die Engländer lernen, was der Farbrauch in der englischen Kunst ist. Bereits in der Einleitung  seiner sehr anpassungsfähigen geschriebenen kunsthistorischen Vermessung schreibt er davon, dass die englische Kunst Landschaft und Nebel sei.

Eingangshallen

Tagesende.
Vorhalle der Unterkunft; Einlässe,
die sich drehen, durch die
Passagiere eilen. Jeder ein anderer,
doch alle zusammen wie einer.
Fast ausgelöscht sind die Szenen;
entzündet die Glieder;
von weither.
In das Dröhnen der Musik
mischen sich die Geräusche der Stadt.
Fahrzeuge, farblos,
mit brennenden Beleuchtungen,
die wie Käfer flimmern,
huschen dem Rand zu.
In den intensiven Hall der Abendglocken
trottet ein atemschwerer Geruch von Benzin.
Eine Reklame leuchtet

Karten mischen

Nicht, als ob ich
etwas mein nenne,
das ich dir schenken könnte -
nicht, als ob ich
etwas von dir wollte,
aber lass mich einfach
so bei dir sein,
diese Zeit
und das Antlitz
an dich lehnen,
damit wir beide spüren,
dass wir da sind
und auch bleiben,
wenn die Karten neu gemischt werden.

Eben erst vergangen

Eben erst vergangen spannt der Unsterbliche
einen Bogen in den Schwaden,
nach jeder Überschwemmung
leuchtet er in hellen Farben.

Eben erst vergangen zerreißen
wir die Kurve,
ausdrucksleer in dunkle Tiefe starrend
und voller Angst.

Eben erst vergangen schwingt
über den dunkleren Abgrund
sich ein siebenfarbiger Regenbogen.

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