Eine Blumenschale

Eine grüne Blumenschale mit Ornamenten reich verziert -
Die von Menschenhänden mit viel Sorgfalt eingraviert.
Sie ist befüllt mit moosbedeckter Erde,
Dass sie die Heimstatt bunter Blumen werde.
Und aus der Blätter schützend dunkler Hülle
Schauten bald in reicher Fülle
Blumen aller Art -
Duft mit Schönheit wundervoll gepaart.

Die erste schenkte Blüten aus dunkelblauem Samt -
Liebevoll mit zarten Kelchen eingerahmt.
Eine andre neigte tief sich über der gewölbten Schale Rand;
Nicht dass sie drinnen keinen Platz mehr fand -
Wahrscheinlich liebte sie die Abgeschiedenheit,
Die stille Einsamkeit.
Sie hielt die rosaroten Blüten halb geschlossen. -
Unverdrossen
Schien sie nachzudenken,
Den Blick in ihre eigne Seele zu versenken.
Die dritte trug ein Blätterkleid aus lichtgrün zarter Spitze -
Wozu wären Blüten da noch nütze!
Eine vierte wuchs empor dem Wachtturm gleich -
Der schützen wollt' sein kleines Blumenreich ...

Es war ganz still. Doch als die Menschen schliefen,
Die Blumen flüsternd leis der Nachbarn Namen riefen ...
Aus allen Blüten stiegen lichte Elfen,
Um den Blumen in ihrem Erdendasein treu zu helfen.
Mit den Augen kann man Elfen zwar nicht sehen,
Doch in ganz seltnen Augenblicken kann die Seele sie erspähen.
Alle hatten feine Instrumente aus ihrer Märchenheimat mitgebracht
Wie keines Menschen Sinn sie je erdacht.
Und sie tanzten, musizierten,
Jubilierten ...
Die Elfenkönigin war auch dabei -
Damit das Fest vollkommen sei.
Der Mond schaut freundlich lächelnd durch die Fensterscheiben -
Er möcht' so gern die ganze Nacht an diesem Himmelsplatz verbleiben

 

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Ich schreibe bereits seit sehr vielen Jahren Gedichte und Kurzgeschichten. Ich hoffe, dass ich den einen oder anderen Leser damit erfreuen kann.