Heilige Nacht

Du Heilige Nacht hast mich umfangen
in deiner Klarheit, deiner Macht,
ein neues Leben soll anfangen,
das du, o Kind, im Stalle schaffst.

Die Finsternis der Welt, des Lebens,
sie wird besiegt von deinem Schein,
ich werd voll Hoffnung und voll Sehnens,
dein Kraft und hilf auch mir erschein.

O lass mich wandern zu der Quelle,
die nie versiegt und heilt die ANgst;
ja eilen will ich, schnelle,
zur Krippe, wo du Helfer kamst.

Stets war und ist und bleibt das Leid,
die Furcht, der Krieg mit seinen Schrecken,
doch die Heilige Nacht sie hat erreicht,
das Gottes Lieb' ich durft entdecken.

Es ist das Wunder der Heiligen Nacht,
kein Mensch wird dieses ganz erfassen.
Gott hat sich selber dargebracht,
um Schuld und Sünden zu erlassen.

So hilf und lass mich feste stehen,
in allen Stürmen die noch kommen
und froh und tapfer zu dem Ziele gehen,
wenn auch so manches wird genommen.

Und ist dein Plan, mich mitzunehmen,
den Weg zur STätte Golgatha
und wird zunichte alles Sehnen,
allein die Not Begleiter gar,

dann lass noch fester mich umklammern,
dein' Arm der in die Krippe fuhr,
fremd wird all Klagen und all Jammern,
dann scheint die "Heilige Nacht" mir nur!

von Miriam Schütz-Klein